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Der ALB aus Albstadt Eine albtraumhafte Comicfigur penetriert als Zwangsmaskottchen unbescholtene Bürger Albstadts. |
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Lady Di lebt! Viele wußten es schon immer, der Papparazzi - Unfall war ein Fake! Die Königin der Herzen lebt immer noch. |
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Milchschaum Wer kennt das nicht? Vermeintlich unschuldige Frauen geniessen auf die obszönste Art Milchkaffe. |
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Fernsehwerbung nachts Armes Singledasein! Da sitzt man nachts alleine vor der Glotze und sieht nichts als Titten, Titten, Titten... Und Telefonnummern. |
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PUR Hartmut Engler - Musikgott! Was wären Deutschlands Durchschnittsbürger ohne ihren sanften Führer?. |
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Schlagerkult Mir geht der Gaul durch! Früher zurecht verachtet, kommt der deutsche Schlager wieder voll in Mode. Schämt euch! |
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Der ALB aus Albstadt
(Beide ALB Grafiken. Quelle: www.albstadt.de,
Dörnemann-Design, Neuss) Ist er nicht einfach wunderbar? Liebenswert - wie unsere Stadt - und muß ihn nicht einfach jeder in sein Herz schließen? Wohl an, gut dem Dingen. Wenn es denn so sein soll, dann werden wir Albstädter uns das zu Herzen nehmen. Identifizieren wir uns also mit einem gefiederten Chamäleon, dessen bunte Kleider sicherlich nicht von der Stange sind. Früher, als wir
noch keine Identitätsfigur in Albstadt hatten, da war das
Leben trist auf der Alb. Wir hatten eine gut gehende Metallindustrie
hier oben, wir hatten eine Textilindustrie, die uns Wohlstand
und Bekanntheit in vielen Teilen Europas einbrachte, aber uns
hatte immer etwas gefehlt. Da war immer eine Leere im Bauch und
immer ein kleines Vakuum hinter unserem Kleinhirn. Es fehlte uns
schlicht an Lebensqualität. Es fehlte uns ein Bezugspunkt
zu unserer Heimat. Er fehlte uns! Der ALB war nicht da! Jetzt ist der Albatross
ja schon ein possierliches Kerlchen. Waren diese drei Scherzbolde
etwa Antrieb genug für einen verstrahlten Kreativschädel
uns Albstädter mit einer tolpatschigen Comicfigur mit Hang
zu aberwitziger Kleidung zu verwöhnen? Reichen drei Buchstaben,
um ahnungslose Provinzler aus der ausreichender Entfernung einer
rheinischen Urbanität mit einem albernen Malkastenvogel zu
beleidigen? Bisher war ja alles
noch ganz harmlos. Na! ALB sei Dank! Irrtümlicherweise
war ich lange der Ansicht, der ALB wäre auf dem Mist eines
Albstädter Künstlers ausgebrütet worden. Ich war
der irrigen Meinung, die Stadt hätte sich nach der Errichtung
der Xingles darauf besonnen, auch die lokal arbeitenden Künstler
mehr in die Gestaltung des Stadtbildes der Stadt einzubinden.
Dann hätte ich bestimmt nicht eine so große Abneigung
gegen unseren neuen Botschafter gehabt. Als ich aber begriffen
habe, daß dieser kleine Racker eine Auftragsarbeit an eine
Agentur fern der Schwäbischen Alb war, bekam ich doch ein
leicht entleerendes Gefühl hinter meiner Stirn. Der bunte
Piepmatz hat richtig Geld gekostet. Ein wahrhaft "freches, schlaues - und ganz einfach märchenhaftes Geschöpf" vertritt nun würdig und weltweit unsere Heimat. Da kann ja nur alles besser werden... |