The Xingles

The Xingles. Von Lila Monaco

Her-vor-ragend!!!
Ernst-Reinhart Böhlig alias Lila Monaco hat es geschafft die kontroverseste Diskussion auszulösen, die Albstadt je erlebt hat. Seit der Übergabe seiner Xingles-Figuren an die Stadt hagelt es Leserbriefe und Beschimpfungen. Die Zeitungen sind voll davon. Sigmaringen und Balingen spricht über Albstadt, die Stuttgarter Presse schreibt über Albstadt und ein Kamerateam von SAT 1 (Regionalprogramm) war auch schon da.
Dabei sind die drallen Xingles doch wirklich nett anzusehen. Vor allem abends nach der Dämmerung. Schon alleine wegen dieser fünf braven Damen lohnt sich ein Besuch in Ebingen!The Xingles. Der Stein des Anstoßes Der ehrbare, alteingesessene Ebinger muß sich natürlich fürchterlich über diese anzüglichen Comicfiguren ärgern, die doch gar nicht in unsere spießige Stadt passen.
"Die waren doch so teuer, das Geld hätte man besser verwenden können!", so schallt es durch Straßen und Gazetten.
Leider übersieht der mündige Bürger dabei, daß diese putzigen Figuren noch das Beste an unserer sauteuren, völlig überflüssigen und geschäftsschädigenden Fußgängerzone "Untere Vorstadt", die uns der von uns gewählte Gemeindrat "auf Biegen und Brechen" vor die Nase gepflastert hat, sind.

Hier lohnt sich für den Interessierten zum zweiten Mal der Besuch Ebingens, denn nirgendwo sonst wird man eine Kleinstadt mit einer so langen Fußgängerzone im Stadtzentrum finden. Selten wird man sich in einer solchen auch so einsam fühlen wie hier!
Aber um die Ecke warten ja die Xingles kußbereit und leicht geschürzt auf den einsamen Passanten. Ich liebe sie!

The Xingles. Die Xingles lieben Euch alle

Besonders traurig: Die armen Damen werden im Winter eingesperrt! Weil irgendein städtischer Querdenker beschlossen hat, die, zugegebenermaßen bei Nässe wirklich rutschige, Marmorbodenplatte mit Sand zu bedecken, werden die putzigen Mädels hinter Ketten gelegt.
Albstadt sperrt sein bekanntestes Kunstwerk jetzt auch noch ein!
Begründet wird die Aktion damit, daß der verstreute Sand, der natürlich an den Sohlen der kletterbegeisterten Kinder hängen bleibt, die Glas- und Bronzeteile der Sockel und Figuren zerkratzen und natürlich auch die Bodenplatte beschädigen würde.
Im Frühjahr sollen die Absperrungen dann wieder abgebaut und der Sand entfernt werden. Mal abwarten ob es dazu kommen wird, oder ob ein besorgter Bürger die Ketten als ganzjährige Installation fordern wird.
Schließlich ist das Klettern auf die Figuren doch für die Kinder gefährlich!
Aber dann müßte man alle Bäume und Felsen, die ich in meiner Kindheit, ohne das Wissen meiner Eltern, bestiegen und erklettert habe auch absperren. (Meine Güte wie oft habe ich mich nicht mehr getraut hinunterzuklettern!!!).
Das wird dann bestimmt lustig.

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