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Gebrüder Goc Titel

Eine erfolgreiche Schwenninger Nachwuchsgeschichte

Auf dieser Seite werden Inhalte dreier Artikel der Eishockey News (Ausgabe 33 vom 11. August 1999), des DEL Sonderhefts der Eishockey News (01/99 vom 20. August 1999) und des Südkuriers (25. August 1999) wiedergeben. Geschrieben wurden die Artikel von Gregory Straub, Stefan Preuß und Christof Kaltenbach.

Sascha Goc (14. April 1979)

Sascha im Dress der River RatsNach zwei Jahren in der DEL wechselte Sascha im Sommer 1998 über den großen Teich, um sein Glück in Nordamerika zu versuchen. Nach dem Sommertrainingscamp der New Jersey Devils mußte er allerdings ins Farmteam zu den Albany River Rats in die AHL.
Die Zeit in Deutschland nutzte Sascha in diesem Jahr im Nachwuchstrainingslager von Kim Collins, um sich gewissenhaft auf seinen zweiten Versuch ins Team der Devils zu gelangen starten zu können.
In seiner ersten Saison in Nordamerika wurde er in 60 von 85 Punktespielen, als mit 20 Jahren jüngster Spieler der gesamten Liga, eingesetzt. Eine Plus/Minus Bilanz von +5, Sechs verlorenen Zähne (durch Schlag mit dem Stock ans Kinn) und eine Kreuzbandriss gehören mit zu den Erfahrungen einer Profikarriere in den USA.
Sascha selbst schätzt das Niveau in der AHL höher als jenes in der DEL ein. Zwar seien die Spieler wohl eher unerfahrener als in Deutzschland, jedoch erzwingt die kleinere Spielfläche ein höheres Tempo und mehr Körpereinsatz. Da erscheint es auch fast normal, daß er sein Körpergewicht um sechs Kilo Muskelmasse während des einen Jahres erhöhen konnte.
Unzufrieden war man in Albany natürlich mit dem Ausgang der Saison, als man in der ersten Play-Off Runde im fünften Spiel in der zweiten Verlängerung ausschied. Immerhin lag man doch nach der Vorrunde auf dem vierten Rang.

Der Traum heißt natürlich NHLDer Vertrag des ehemaligen Schwenningers läuft noch drei Jahre. Sein großer Traum wäre natürlich in diesen drei Jahren wenigstens einmal ins NHL Team berufen zu werden. Allerdings ist er sich der vielen Arbeit bewußt, die dafür noch notwendig ist. Der sportliche Leiter in Albany, John Cunnif, sagte ihm am Ende der Saison jedoch, er solle so weitermachen, wie bisher... (Foto rechts: Koller)

Den Kontakt zu Deutschland ließ Sascha nie abbrechen. Regelmäßige Telefonate mit Andi Renz und ab und an auch mit Mike Bühler halten ihn hier in Erinnerung. Einzig Bundestrainer Hans Zach hat sich noch nicht in Albany gemeldet, obwohl Sascha gerne die Reisestrapazen auf sich nehmen würde, um für sein Heimatland international antreten zu dürfen...

Marcel Goc (24. August 1983)

Marcel Goc im Dress der Wild WingsSascha Goc über seinen jüngeren Bruder: "Er ist in manchen Sachen schon besser als ich, beispielsweise was die Stocktechnik und sein Pass-Spiel betrifft. Ich denke er wird seinen Weg machen." (Foto rechts: SERC)
Bereits mit drei Jahren stand Marcel zum ersten Mal auf Schlittschuhen, mit sechs Jahren hielt er den ersten Schläger in der Hand. Zuerst trainierte und spielte er in Calw und dann in Esslingen, ehe er dann vor zwei Jahren zu den SERC Junioren wechselte.
"Nein, an einen DEL-Einsatz bei den Wild Wings in der kommenden Saison glaube ich noch nicht", meinte Marcel Goc im Februar 1999.

Mittlerweile haben die SERC Wild Wings vier Vorbereitungsspiele absolviert - mittlerweile hat ein gewisser Marcel Goc, noch keine sechzehn Jahre alt, bereits vier Treffer auf seinem Konto. Sollte der Junge nicht abheben, müßte man darauf eigentlich aufbauen können. "Es läuft nicht schlecht, damit hätte ich niemals gerechnet", kommentiert Marcel seine eigene Leistung.
Bereits beim ersten Eistraining der neuen Wild Wings eroberte Marcel die Herzen der etwa 1600 anwesenden Fans, als er nacheinander Stéphan Beauregard und dann Rob Schistad in Eins-zu-Eins Situationen überwinden konnte. Groß war die Begeisterung, groß aber auch die Angst, daß dieses Supertalent nicht lange in Schwenningen wird spielen werden. Wahrscheinlich werden die NHL-Scouts auch hier wieder bald bei der Familie Goc anklopfen.

Marcel ist bereits 183 cm groß und 82 Kilo schwer, kann also getrost als körperlich robuster Spieler bezeichnet werden. Im seinem ersten Spiel für die Wild Wings gegen den SC Bern gelang ihm, nicht nur deshalb, dann auch gleich ein Treffer gegen den Schweizer Nationaltorhüter Renato Tosio. Tariner Chernomaz: "Ich plane Marcel als vierten Mittelstürmer ein und traue ihm große Dinge zu..." Er werde den jungen Mann behutsam aufbauen, " ... damit er in zwei Jahren schon in einer frühen Runde gedraftet wird."

Marcel Goc - Ein junger Hoffnungsträger in Schwenningen
(Foto: direvi)

Nachdem der SERC und Trainer Chernomaz die Heranführung eigener Nachwuchsleute zur Chefsache gemacht haben, kann Marcel Goc getrost als Aushängeschild der Wild Wings in diesem Bestreben angesehen werden. Abgesichert hat sich der Verein bereits, der damals noch 15 jährige wurde mit einem Vier-Jahresvertrag an den SERC gebunden.

Am 25. August gab der SERC letztendlich die Verpflichtung Marcel Gocs als fünften Deutschen Profi im Team der Wild Wings bekannt. Seine überzeugende Leistung in den Vorbereitungsspielen ließ den Zuschlag für den Einjahresvertrag auf ihn fallen!

Übrigens: Bei den SERC Nachwuchsmannschaften spielt mit dem 13 jährigen Nicki Goc noch ein Mitglied der Calwer Familie...

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