Agent Orange, Bloodstains
"Things seem so much different now
The scene has died away
I haven't got a steady job
And I've got no place to stay"
Der Song Bloodstains wurde 1980 geschrieben und eröffnet das Debut-Album Living in Darkness von Agent Orange. Der Sänger Mike Palm erinnert sich später:
"Inspiriert wurden die Texte von Living in Darkness von den veränderten Umständen, mit denen ich zu dieser Zeit konfrontiert war. Insbesondere war das die Auflösung der Punk-Szene. Es gab eine Bewegung weg von der "anything goes'-Haltung der ersten Generation von Punks zum reglementierteren Aussehen und der reglementierten Musik der Hardcore-Richtung."Mike Palm, Linernotes von 1992 zur Wiederveröffentlichung von Living in Darkness.
Und so ist Living in Darkness ein depressives, pessimistisches Werk, das seinem Namen mehr als gerecht wird. Doch in all dieser Düsternis gibt es einen schwachen, beinahe nostalgisch anmutenden Hoffnungsschimmer. Aus dem Dunkel der Gegenwart richten Agent Orange den Blick in die Vergangenheit. Den rabenschwarzen eigenen Stücken gesellen sie drei Coverversionen bei, allesamt Instrumentalstücke aus den frühen sechziger Jahren. Es sind dies Dick Dales Misirlou von 1962, Pipeline, ein Stück der Chantays aus dem Jahr 1963 und schließlich, als ältestes, Mr. Moto von den Belairs von 1961:
Agent Orange, Mr. Moto, übergeblendet in die Version der Belairs.
Und so sind wir in einem Zeitsprung auf einmal in den frühen sechziger Jahren gelandet. Mr. Moto von den Belairs war das allererste Surfstück, das überhaupt auf Platte erschien, und so soll hier zunächst einmal, quasi prototypisch, die Geschichte der Belairs erzählt werden.