16.07.1997
Furtwangen(sh). Das Internet wird immer wichtiger,
kein Wunder also, daß viele
Unternehmen und Organisationen sich hier präsentieren
wollen. In zunehmenden Maße
nehmen auch Schulen an diesen Kontakten über
Computer und Datenleitungen teil. Eine
absolute Ausnahme ist jedoch zumindest bis jetzt
die Teilnahme von Förderschulen.
An der Furtwanger Förderschule wird schon seit
mehreren Jahren mit Computern gearbeitet, jetzt
erfolgte der Anschluß ans Internet. Seit kurzem
ist die Schule selbst mit einer "Homepage" vertreten.
Eine solche Homepage ist eine Art Zeitung oder Katalog,
in der sich die jeweilige Einrichtung im
Internet vorstellt. Jeder Internet-Teilnehmer in
der ganzen Welt kann dann diese Homepage auf seinem
Computer ansehen und sich über die Einrichtung
informieren. Nur wenige Förderschulen, so Rektor
Michael Lehmann, präsentierten sich im Internet.
Doch für Rektor Lehmann ist die Arbeit mit dem
Internet äußerst wichtig. Zuerst einmal
gilt es, den Schülern überhaupt den Umgang mit Computern
zu vermitteln, denn in fast allen Berufen muß
man irgendwann einmal mit dem Computer in irgendeiner
Form arbeiten. Durch die regelmäßige Arbeit
am Computer in der Schule verlieren die Schüler die
Angst vor der modernen Technik. Zuhause haben sie
kaum die Möglichkeit, an einem Computer zu
arbeiten. Schon seit Jahren arbeitet man in der Förderschule
an Computern, zuerst mit einfachen
Programmen zur Textverarbeitung, dann kamen spezielle
Lernpogramme dazu. Das Internet mit
seinem vielseitigen und interessanten Angebot hat
nun den Vorteil, daß damit die Schüler sehr zu
motivieren sind. Mit kaum einem anderen Unterrichtsinhalt
lassen sich die Schüler der Oberstufe so
zum Arbeiten anregen wie mit diesen Projekten. Zuerst
einmal lernten die Schüler, wie man mit den
Seiten im Internet arbeitet. Wichtig war auch zu
lernen, wie man durch sinnvolles Organisieren
Telefonkosten sparen kann: Denn sie können die
interessanten Seiten erst einmal im Computer
speichern und erst nach dem Beenden der Telefonverbindung
lesen, wenn keine Kosten mehr entstehen. Nach einer ersten Einführung in die
vielen Möglichkeiten ging es jetzt an die Schaffung einer
Homepage. Die Titelseite, hat Rektor Lehmann selbst
entworfen und darauf die Schule kurz
vorgestellt. Doch die weiteren Seiten werden im Moment
gerade von den Schülern selbst erarbeitet
und sind schon teilweise im Internet zu finden. Darin
stellen sie zum Beispiel ihre Klasse vor. Oder sie
berichten von ihrem Landschulheim in Italien. Konkret
genutzt wurde das Internet auch für die
Vorbereitung des Landschulheims in Italien, denn
über verschiedene Dienste holten sich die Schüler
schon selbständig Informationen und Tips. Eine
große Rolle spielen auch die Kontakte der Schüler zu
anderen Partnern im Internet, hier vor allem die
elektronische Post: Briefe über das Internet sind
innerhalb weniger Minuten in der ganzen Welt. Hier
haben die Schüler schon eine ganze Reihe von
Kontakten aufgebaut, suchen aber noch weitere.
Wer
sich für das Angebot der Förderschule im
Internet interessiert, kann sie unter der folgenden
Adresse finden: "http://privat.swol.de/MichaelLehmann/frschule.htm".
Auch über eine E-mail würden sich die Schüler
natürlich freuen, ihre Adresse ist "Foerderschule@iname.com".