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Inhaltsangabe von Der Zauberhut
Wie schon in "Das Erbe des Zauberers" wurde ein Zauberer als achter Sohn eines achten Sohnes geboren. Dieser schlägt jedoch alle
Warnungen in Bezug auf Frauen in den Wind und bekommt selber Kinder. Kurz vor seinem Tod bekommt seine Frau ihren achten Sohn, welcher
als ein kreativer Magus, einer Art "Überzauberer" geboren wird. Der Sohn, Münze genannt, besitzt schon als Junge die fast
absolute Macht. Er geht zur Unsichtbaren Universität, wo er kurzerhand den Erzkanzler tötet, um sich selber an die Spitze zu
setzen. Seiner Meinung nach sollten die Zauberer über die Welt herrschen. Durch Münze werden auch alle anderen Zauberer viel
mächtiger und stiften eine Menge Chaos in der Stadt. Der unfähige Zauberer und Hilfsbibliothekar Rincewind möchte davon
nichts wissen und gerät auf seiner Flucht in die Arme der Diebin und Heldin Conina, die Tochter des Helden Cohen. Diese hat gerade
den sprechenden Hut des verstorbenen Erzkanzlers gestohlen. In dem Hut sind die Erfahrungen aller 200 bisherigen Erzkanzler gespeichert,
weshalb er eine Art Eigenleben entwickelt hat und Rincewind befiehlt, sich von Münze fernzuhalten, da der Hut diesen allmächtig machen würde,
was das Ende der Scheibenwelt bedeuten würde. Nach kurzweiliger Handlung kommt es schließlich zum Showdown. Durch einen
glücklichen Zufall gelingt es Rincewind die Scheibenwelt vor dem Untergang zu retten...doch eigentlich interessiert das niemanden. Typisch!
Der Zauberhut erschien bei Heyne.14,90 DM.
Textauszug aus Der Zauberhut
Der junge kreative Magus "Münze" ist erbost darüber, daß die Zauberer der Unsichtbaren Universität sich seinen Plänen nicht anschließen wollen.
Plötzlich stellt sich Rincewind mit einem in einer Socke verstauten halben Ziegelstein dem fast übermächtigen
Münze zum Kampf. Auf Seite 321 wird er natürlich skeptisch beäugt...
Er drehte sich langsam um und beobachtete, wie Rincewind heranwankte.
"Wer bist du?" fragte er.
"Ich bin gekommen, um den kreativen Magus herauszufordern", erwiderte Rincewind unsicher. "Wo ist er?"
Er musterte die am Boden liegenden Magier und hob drohend die Socke.
Ovin Schmollwinkel riskierte einen Blick nach oben, hob mehrmals die Brauen und zwinkerte verzweifelt. Leider traf kein Inspirationspartikel
ein, das Rincewind in die Lage versetzte, nichtverbale Kommunikation zu verstehen.
"Mit einer Socke?" entgegnete Münze. "Was erhoffst du dir davon?"
Die rechte Hand hob den Zauberstab, und der Knabe starrte ihn verwirrt an.
"Nein warte", sagte er. "Ich möchte mit diesem Mann sprechen." Er sah Rincewind an, der hin und her schwankte und offenbar Mühe hatte,
sich auf den Beinen zu halten. Er litt an Schlafmangel, Entsetzen und einer Überdodsis Adrenalin.
"Ist es eine magische Socke?" fragte der Junge neugierig. "Die Socke eines Erzkanzlers? Eine Socke der Macht?"
Rincewind betrachtete sie.
"Ich glaube nicht", antwortete er, "Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sie in einem Laden gekauft. Äh. Zusammen mit einer anderen."
"Aber sie enthält einen schweren Gegenstand?"
"Äh, ja", bestätigte Rincewind und fügte hinzu: "Einen halben Ziegelstein."
"Der große Macht verkörpert?"
"Äh, er dient als Baumaterial", sagte Rincewind langsam. "Meistens. Äh. Manchmal auch nicht. Wenn man noch eine zweite Hälfte
hinzufügt, ergibt sich ein ganzer Ziegelstein." Er nahm sie Einzelheiten der Situation durch eine ganz spezielle Art von Osmose in sich auf
und beobachtete, wie sich der schwarze Stab in der Hand des Jungen drehte.
"Aha. Es handelt sich also um einen gewöhnlichen Stein. Zusammen mit der Socke wird er zur Waffe."
"Äh, ja."
"Wie funktioniert sie?"
"Äh, man holt damit aus, und dann trifft man etwas. Gelegentlich sich selbst, wenn man nicht aufpaßt."
"Und anschließend zerstört sie eine ganze Stadt?"
Rincewind starrte in die goldenen Augen des Knaben, sah dann auf die Socke hinab. Jahrelang hatte er sie mehrmals im Jahr an- und ausgezogen.
Er kannte die vielen geflickten Stellen und liebte...Nun er kannte sie. Einige konnten Stolz auf umfangreichen Nachwuchs hinweisen.
Es gab viele Beschreibungen, die auf eine solche Socke zutrafen, aber `Städtevernichter´ stand nicht auf der Liste...
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