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Inhaltsangabe zu Total verhext

Hier hat Pratchett sich mal wieder selbst übertroffen: Das unglaublichste Gespann der Scheibenwelt, die drei Hexen Nanny Ogg, Granny Wetterwachs und Magrat Knoblauch, unternehmen eine Reise per Hexenbesen nach Gennua, also ins Ausland. Mit von der Partie sind auch Kater Greebo und ein Zauberstab, der auf Kürbisse fixiert ist. Zweck ihrer Reise ist es, die Hochzeit eines armen Stubenmädchens mit einem Prinzen zu verhindern. Dabei haben sie jedoch nicht mit der Gegenwehr der guten Fee Lilith gerechnet, die nichts lieber mag als ein Happy End, auch wenn sie dadurch alles durcheinander bringt. Aber am Ende muß doch das arme Mädchen den Prinzen heiraten, denn so ist es doch immer. Oder nicht?
Auf ihrer Reise durch mehrere Länder begegnen unsere drei Hexen den unterschiedlichsten Gebräuchen, die sie natürlich auf ihre unnachahmliche Art mißdeuten und dabei von einem Fettnäpfchen ins andere tappen. Als ordentliche Hexe macht man sich daraus natürlich gar nichts, was kann man denn schließlich dafür, wenn diese dummen Ausländer alles falsch machen...

Total verhext erschien bei Goldmann. 14,90 DM.

Textausschnitt aus Total verhext

Die drei Hexen haben auf Seite 130 eine merkwürdige Begegnung:

(...) Die Hexen sah das Mädchen erst als es ihnen fast auf die Füße trat. Es blieb stehen und lächelte unschuldig.
"Hallo, alte Frauen!, grüßte es.
"Ähem", erwiderte Magrat.
Oma Wetterwachs bückte sich.
"Was machst du so allein im Wald, junge Dame?"
"Ich bringe meiner Oma diesen Korb mit Leckereien", lautete die Antwort.
Oma Wetterwachs richtete sich auf und blickte in die Ferne.
"Esme...", begann Magrat. Es klang drängend.
"Ich weiß, ich weiß."
Magrat ging in die Hocke und ihr Gesicht verwandelte sich in die idiotische Grimasse eines Erwachsenen, der geradezu verzweifelt versucht, das Wohlwollen eines Kindes zu erringen - je mehr sich solche Personen bemühen, desto mehr kindlichen Argwohn ernten sie. "Äh. Sag mir... Hat dich deine Mutter vor bösen Wölfen gewarnt, die sich vielleicht in der Nähe herumtreiben?"
"Ja, das hat sie."
"und deine Großmutter...", warf Nanny ein. "Ich wette sie liegt derzeit krank im Bett, nicht wahr?"
"Deshalb bringe ich ihr diesen Korb mit Essen", erwiderte das Mädchen.
"Dachte ich mir."
"Kennt ihr meine Großmutter?" fragt das Kind.
"Ja, ich glaube schon", entgegnete Esme Wetterwachs. "In gewisser Weise."
"Es geschah drüben in Skund, als ich klein war", erzählte Nanny leise. "Das arme Mütterchen blieb für immer ver..."
"Und wo wohnt deine Oma, Kindchen?" fragte Esme laut. Die Spitze ihres Ellbogens bohrte sich in Nannys Rippen. Das Mädchen deutete zu einem Pfad, der sich durch den Wald schlängelte.
"Du bist doch keine böse Hexe, oder?" erkundigte es sich.
Nanny Ogg hüstelte.
"Ich?" brachte Oma Wetterwachs hervor. "Nein. Wir... wir sind..."
"Feen", sagte Magrat.
Omas Kinnlade klappte nach unten. Eine solche Erklärung wäre ihr nie in den Sinn gekommen.
"Meine Mama hat mich auch vor bösen Hexen gewarnt", verkündete das Mädchen. Es bedachte Magrat mit einem durchdringenden Blick. "Was für Feen seit ihr?"
"Äh, Blumenfeen?" antwortete Magrat vorsichtig. "Hier, ich habe auch einen Zauberstab..."
"Welche?"
"Wie bitte?"
"Welche Blumen?"
"Äh." Magrat überlegte. "Nun. äh, ich bin...Fee Tulpe, und das..." Sie mied Omas Blick. "Das ist Fee Gänseblümchen, und hier haben wir..."
"Fee Igel", sagte Nanny.
Das Mädchen dachte gründlich über diese Erweiterung des übernatürlichen Pantheon nach.
"Du kannst nicht Fee Igel sein", meinte es schließlich. "Ein Igel ist keine Blume."
"Woher willst du das wissen?"
"Igel haben Stacheln."
"Ebenso wie Stechpalmen. Und Disteln."
"Oh."
"Außerdem habe ich einen Zauberstab", betonte Magrat noch einmal. Erst jetzt wagte sie, Fee Gänseblümchen anzusehen.
"Wir sollten uns auf den Weg machen", ließ sich Oma Wetterwachs vernehmen. "Du bleibst hier bei Fee Tulpe, wenn ich mich recht entsinne, und wir gehen zu deiner Großmutter, um bei ihr nach dem Rechten zu sehen. Einverstanden?"
(...)

 
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