Der Landkreis Tuttlingen und Umgebung
Der Landkreis Tuttlingen liegt in einem der landschaftlich
reizvollsten Teile Baden-Württembergs.
Tuttlingen selbst liegt im oberen Donautal an der
Einmündung der Elta- Faulenbach- Talung und ist einer der
wichtigsten Industriestandorte der Südwestalb.Weltbekannt
ist die Firma Aesculap, die medizinische
Instrumente herstellt. Auch die Schuhe der Firma Rieker sind Vielen
ein Begriff.
Grabfunde haben gezeigt, daß in Tuttlingen
einst ein römisches Kastell bestanden hat.
Sehenswert ist der Fruchtkasten, das Tuttlinger Heimatmuseum
(Donaustraße 50; geöffnet Mi und So 14.00 bis 17.00
Uhr), welches eines der bestausgestattetsten Museen auf der Alb
ist.
Außerdem bietet die städtische Gallerie
(Rathausstraße 7; geöffnet Di bis Fr 14.30 bis 18.30
, Sa u So 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr) sehenswerte
Ausstellungen.
Südlich des Stadtkerns liegt auf dem Honberg
die Ruine der im 15. Jarhundert errichteten Honburg, der einzigen
neuerbauten würrtembergischen Festungen jener Zeit. Sie wurde
1645 von Konrad Wiederholt zerstört.
Knapp 5 km südwestlich, donauaufwärts der
Tuttlinger Kernstadt liegt die ehemalige fürstenbergische
Stadt Möhringen. Südlich der Stadt versickern in der
großen Schlinge des Donautals bis zu 28 000 l Donauwasser
pro Sekunde im hier recht klüftigen und verkarsteten unteren
Weißjura, um 12 km südlich im Aachtopf, einer der stärksten
Quellen Deutschlands wieder auszutreten.
Südlich von Tuttlingen erhebt sich der Höhenzug
Withoh (bis 864 m ü. d. M.), von dessen Aussichtsplateau
beim Gasthaus Windegg man eine überwältigende Fernsicht(Hegau-Vulkane, Bodensee, Alpenketten) genießen kann.
Etwa 10km nördlich von Tuttlingen erreicht man
Neuhausen ob Eck (769m). Am nördlichen Ortsrand ist 1988
ein regionales bäuerliches Freilichtmuseum eröffnet
worden. Beachtenswert sind hier das alte Kirchlein aus Tischardt
bei Nürtingen (älteste Bauteile aus dem 15.Jh), das
aus Schopfloch bei Freudenstadt versetzte Wirtshaus Ochsen (1707)
und die Schmiede (17.Jh) aus Durchhausen (Landkr. Tuttlingen).
Das Museum wird ständig weiter ausgebaut. Öffnungszeiten:
Mitte April bis Ende Oktober Di bis So 9.00 bis 18.00 Uhr.
Geografisch umfaßt er die südwestlichen
Ausläufer der Schwäbischen Alb mit ihren höchsten
Erhebungen (Lemberg bei Gosheim 1015m, Klippeneck und Dreifaltigkeitsberg
fast 1000m), Teile der Baar, die schon zum Schwarzwald hinweisen
und das Tal der Jungen Donau.
Die große Europäische Wasserscheide Zwischen
Rhein und Donau durchzieht den Kreis von West nach Ost,
so daß der nördliche Teil, mit den Städten
Trossingen und Spaichingen zum Einzugsgebiet des Neckars und damit
zu dem des Rhein, der südliche Teil mit Geisingen, Immendingen
und der Großen Kreisstadt Tuttlingen
zu dem der Donau gehört.
Tuttlingen selbst wurde 797 erstmals erwähnt.
Ein Heer der Reichsstädte zerstörte 1377 die damals
schon würrtembergische Stadt.
Im 16. und 17. Jarhundert war Tuttlingen einer der
wichtigsten strategischen Vorposten Würrtembergs und hatte
schwer unter Kriegswirren zu leiden. 1803 fiel die Stadt einem
verheerenden Brand zum Opfer, wonach sie planmäßig
wieder aufgebaut wurde.
Außerdem sind hier fast das ganze Jahr Lenkdrachenflieger
anzutreffen, die hier eine Kostprobe Ihrer Flugkünste zur
Schau stellen.