Der Landkreis Tuttlingen und Umgebung

Der Landkreis Tuttlingen liegt in einem der landschaftlich reizvollsten Teile Baden-Württembergs.
Geografisch umfaßt er die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb mit ihren höchsten Erhebungen (Lemberg bei Gosheim 1015m, Klippeneck und Dreifaltigkeitsberg fast 1000m), Teile der Baar, die schon zum Schwarzwald hinweisen und das Tal der Jungen Donau.
Die große Europäische Wasserscheide Zwischen Rhein und Donau durchzieht den Kreis von West nach Ost, so daß der nördliche Teil, mit den Städten Trossingen und Spaichingen zum Einzugsgebiet des Neckars und damit zu dem des Rhein, der südliche Teil mit Geisingen, Immendingen und der Großen Kreisstadt Tuttlingen zu dem der Donau gehört.

Tuttlingen selbst liegt im oberen Donautal an der Einmündung der Elta- Faulenbach- Talung und ist einer der wichtigsten Industriestandorte der Südwestalb.Weltbekannt ist die Firma Aesculap, die medizinische Instrumente herstellt. Auch die Schuhe der Firma Rieker sind Vielen ein Begriff.

Grabfunde haben gezeigt, daß in Tuttlingen einst ein römisches Kastell bestanden hat.
Tuttlingen selbst wurde 797 erstmals erwähnt. Ein Heer der Reichsstädte zerstörte 1377 die damals schon würrtembergische Stadt.
Im 16. und 17. Jarhundert war Tuttlingen einer der wichtigsten strategischen Vorposten Würrtembergs und hatte schwer unter Kriegswirren zu leiden. 1803 fiel die Stadt einem verheerenden Brand zum Opfer, wonach sie planmäßig wieder aufgebaut wurde.

Sehenswert ist der Fruchtkasten, das Tuttlinger Heimatmuseum (Donaustraße 50; geöffnet Mi und So 14.00 bis 17.00 Uhr), welches eines der bestausgestattetsten Museen auf der Alb ist.

Außerdem bietet die städtische Gallerie (Rathausstraße 7; geöffnet Di bis Fr 14.30 bis 18.30 , Sa u So 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr) sehenswerte Ausstellungen.

Südlich des Stadtkerns liegt auf dem Honberg die Ruine der im 15. Jarhundert errichteten Honburg, der einzigen neuerbauten würrtembergischen Festungen jener Zeit. Sie wurde 1645 von Konrad Wiederholt zerstört.

Knapp 5 km südwestlich, donauaufwärts der Tuttlinger Kernstadt liegt die ehemalige fürstenbergische Stadt Möhringen. Südlich der Stadt versickern in der großen Schlinge des Donautals bis zu 28 000 l Donauwasser pro Sekunde im hier recht klüftigen und verkarsteten unteren Weißjura, um 12 km südlich im Aachtopf, einer der stärksten Quellen Deutschlands wieder auszutreten.

Südlich von Tuttlingen erhebt sich der Höhenzug Withoh (bis 864 m ü. d. M.), von dessen Aussichtsplateau beim Gasthaus Windegg man eine überwältigende Fernsicht(Hegau-Vulkane, Bodensee, Alpenketten) genießen kann.
Außerdem sind hier fast das ganze Jahr Lenkdrachenflieger anzutreffen, die hier eine Kostprobe Ihrer Flugkünste zur Schau stellen.

Etwa 10km nördlich von Tuttlingen erreicht man Neuhausen ob Eck (769m). Am nördlichen Ortsrand ist 1988 ein regionales bäuerliches Freilichtmuseum eröffnet worden. Beachtenswert sind hier das alte Kirchlein aus Tischardt bei Nürtingen (älteste Bauteile aus dem 15.Jh), das aus Schopfloch bei Freudenstadt versetzte Wirtshaus Ochsen (1707) und die Schmiede (17.Jh) aus Durchhausen (Landkr. Tuttlingen). Das Museum wird ständig weiter ausgebaut. Öffnungszeiten: Mitte April bis Ende Oktober Di bis So 9.00 bis 18.00 Uhr.

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