Die Rechenmaschinen von Pascal, Moriand und Leibniz

Im 17. Jahrhundert versuchten mehrere bedeutende Wissen-schaftler, Rechenmaschinen zu entwerfen und zu bauen. Dazu gehört Blaise Pascal (1623-1662). Er trat 1642 in Paris mit einer Additionsmaschine an die Öffentlichkeit, deren Mecha-nismus zur Zehnerübertragung jedoch nicht exakt funktio-nierte
    Aus dem Jahr 1666 sind die Rechengeräte von Sir Samuel Morland (1625-1695) bekannt: kleine Taschengeräte, eines für die Addition, eines für die Multiplikation. Letzterem liegt das Napiersche Rechenstabprinzip zugrunde. Keines besaß einen Zehnerübertrag.
    Etwa ab 1670 hat sich Leibniz (1646-1716) mit der Kon-struktion einer Rechenmaschine für alle vier Rechenarten beschäftigt. 1673 stellte er in London ein erstes Modell vor; weitere, nicht überlieferte Modelle entstanden in den folgen-den Jahrzehnten. Die fünfte Ausführung - sie ist überliefert - entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter großen techni-schen Schwierigkeiten.
Leibniz versuchte vor allem, den durchgehenden vollstän-digen Zehnerübertrag über 15 Stellen im Ergebniswerk zu realisieren. Von den vielen Erfindungen, die Leibniz für seine Maschine machen mußte, hatte sie eine besondere Bedeutung für  die  spätere  Entwicklung mechanischer  Rechen-maschinen: die der Addition dienende Staffelwalze.
    Leibniz war es auch, der das duale Zahlensystem schuf und die Gesetze der binären Arithmetik entwickelte.
    An der Rechenmaschine von Leibniz wird deutlich, wie groß die technischen Probleme der damaligen Zeit waren. Den höchsten Stand der feinmechanischen Technik erreichte damals das Uhrmacherhandwerk. So war es nur natürlich, dass ein Uhrmacher die erste funktionsfähige Rechenmaschine baute, die uns überliefert ist.
 

 
 
 

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