05.04.2001

MKS-Impfung von Zootieren ist allenfalls ein erster Schritt

Zur gestrigen Entscheidung im EU-Veterinärausschuss, eine begrenzte Impfung in Zoos und Tierparks gegen MKS zu erlauben, erklärt der tourismuspolitische Sprecher der F.D.P.-Bundestagsfraktion, Ernst BURGBACHER:

Die Entscheidung des EU-Veterinärausschusses ist ausdrücklich zu begrüßen und längst überfällig. Sollte sich MKS bis zu 25 Kilometer an die Zoos und Tierparks in Deutschland annähern, dürfen zukünftig gefährdete Tierarten geimpft werden. Das ist für die besonders gefährdeten und wertvollen Tiere der so genannten "Roten Liste" von besonderer Bedeutung.

In die Entscheidungsbefugnis der zuständigen Behörden fällt, ob auch die Tiere der "Streichelzoos" geimpft werden dürfen. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, den möglichen Entscheidungsspielraum im Interesse der Tiere und der Besucher auszuschöpfen. Auch die "Kuscheltiere" müssen vor unnötigen Leiden geschützt und somit geimpft werden.

Bedauerlich ist, dass die Impfregelung nicht für Zirkustiere gelten soll. Das ist völlig inakzeptabel und muss schnellstens korrigiert werden. In diesem Punkt muss die Bundesregierung nochmals auf eine Änderung in Brüssel drängen.

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