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Korsika |
Unsere Reise nach Korsika beginnt mit der Fährüberfahrt von Genua nach Bastia. Von unserer Heimat, dem Süden Deutschlands, führt unser Weg durch die Schweizer Alpen nach Italien. Genua ist der am schnellsten erreichbare Mittelmeerhafen von uns aus. Spät nachts kommen wir in Bastia an und übernachten in unserem Camper direkt am Fähranleger. Schon morgens um 7.00 Uhr können wir in den Schiffsbauch einfahren.
Wetter und Klima
Koriska ist wettermäßig sehr begünstigt. Von Mai bis September ist fast ausnahmslos schönes Wetter. Hierbei sind die klimatischen Unterschiede auf der Insel beachtenswert: während in den Höhenlagen noch bis Juni Schnee liegen kann, kann man sich am Cap Corse bereits in der Sonne aalen.
Reiseverlauf
Wir beginnen unsere Reise in der Zitadellenstadt Bastia, Hauptstadt und gleichzeitig größter Fährehafen der Insel. Von dort aus umrunden wir die Insel gegen den Uhrzeigersinn. Anschließend geht es ums traumhaft wilde Cap Corse herum, durch die Agriates Wüste, weiter über Ajaccio, Bonifacio, Porto Vecchio....
Korsika eignet sich für einen Wohnmobilurlaub ausgezeichnet. Einsame Stellplätze mit berauschender Aussicht findet man ebenso wie schön gelegene Campingplätze. Wir hatten niemals Probleme bei freier Übernachtung. Auf dieser Insel kommt jeder Naturfreund auf seine Kosten. Es sind schöne Badestrände zu finden, jedoch auch tolle Wanderwege und unzählige Wasserfälle mit glasklarem Wasser, das im Sommer zum Baden einlädt.
Cap Corse
Das Cap besteht aus einer ca. 12 km breiten und vierzig km langen Gebirgskette. Die Bergmassive türmen sich bis zu 1300 m auf um dann an manchen Stellen fast senkrecht ins Meer abzufallen. Es bieten sich hier eindrückliche Aussichten, besonders an Tagen, an denen die Brandung besonders heftig gegen die Felsen tobt.
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Freundliche Cap-Corse Bewohner |
Agriates Wüste
Nächster Höhepunkt, nachdem man die Capumrundung beendet hat, ist eine Durchquerung der Agriates- Wüste.
| Südöstlich von St. Florent erstreckt sich eine von undurchdringlicher Macchia überwucherte menschenleere Landschaft, die von 40 km unberührten Küsten gesäumt wird. | ![]() |
Wir stellen unser Wohnmobil nahe der N 81 beim Weiler Casta ab und setzten unsere Fahrt mit den Fahrrädern fort. Ein Weiterkommen wäre hier nur mit einem Jeep möglich. Wir folgen einer holprigen Piste quer durch die Macchia-Wildnis. Etwas abseits stehen wiederkäuende Kühe friedlich im Gestrüpp, das so hoch ist wie die Tiere selber. Nach ca. 12 km Holperei kommen wir am traumhaften Strand von Saleccia an, der fast menschenleer ist. Dieser Strand wird von Dünen und einem Pinienwald gesäumt. Den Rückweg treten wir nach einem Bad im Meer auf dem selben Weg an.
Calvi
Nach einigen Abstechern durchs Hinterland, von wo aus sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die nahe Küste ergeben, kommen wir in Calvi, Hauptstadt des Nordens, an. Das Stadtbild wird beherrscht von der trutzigen Zitadelle.
Calvi ist unserer Meinung nach eine der schönsten Städte Korsikas. Es gibt unzählige pittoreske Winkel und Gässchen zu entdecken. Auch ein Rundgang auf der Zitadelle ist unbedingt lohnenswert.
Nunmehr wird uns unsere Reiseroute entlang der Westküste nach Süden führen.
Porto und die Calanches de Piana
Die nächste Station machen wir in Porto. Direkt in Stadtnähe finden wir einen einsamen Uebernachtungsplatz inklusive traumhaft romantischem Sonnenuntergang. Porto selbst ist für die herrlichen Sonnenuntergänge berühmt. Das hübsche kleine Hafenstädtchen liegt in ausgesprochen schöner Umgebung und bietet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste oder ins Hinterland an. Porto wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Südkorsika
Unsere Reise führt uns weiter an der Westküste Richtung Süden. Entfernt man sich einige Kilometer von der Küste Richtung Hinterland findet man herrliche naturbelassene Landschaften und Wasserfälle, die mit ihrem kristallklaren Wasser zum Baden einladen.
| Auf unseren zahlreichen Wanderungen sind uns auch diese zutraulichen und neugierigen Macchia-Bewohner" der Insel begegnet. | ![]() |
Bäder von Baracci
Ein weiteres Highlight an der Westküste sind die römischen Thermen von Baracci. Vier KM östlich von Propriano befindet sich ein Mini-Thermalbecken, das von einer heißen Schwefelquelle gespeist wird. In dem winzigen Becken tummeln sich nur wenige Leute.
Bonifacio
Niemand wird dem Charme Bonifacios widerstehen können. Sicherlich eine der schönsten Städte Korsikas! Die Genueserfestung und die Altstadt liegen auf den 70 m aus dem Meer ragenden berühmten weißen Kreidefelsen. Wir halten uns lange in den engen, malerischen Gassen der Altstadt auf. Immer wieder lädt ein Strassencafé zum Verweilen und zum Beobachten des geschäftigen Treibens in den Altstadtgässchen ein.
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist die Treppe des Königs von Aragon. Die in die Kalkfelsen gehauenen Treppenstufen führen in 187 Stufen bis zum Meer hinab, wo uns ein winziger Strand erwartet, der aber an diesem Tag wegen der hohen Brandung nicht zum Baden geeignet ist.
Da wir uns auf der Reise Richtung Süden recht viel Zeit gelassen haben, müssen wir die Strecke auf der Ostseite der Insel Richtung Bastia etwas zügiger angehen. Während der letzten Woche unseres Korsika Urlaubes pendeln wir zwischen der sandstrandgesäumten Ostküste und dem gebirgigen Innerkorsika hin und her. Wer nach reinem Badeurlaub strebt, wird an dieser Küste sicherlich glücklich werden. Über hundert Kilometer feiner Sandstrand laden zum Sonnenbaden ein. Die Region ist mit Campingplätzen ausgezeichnet erschlossen.
Das bergige Hinterland ist nur wenige km entfernt und lädt zu Wanderungen aller Schwierigkeitsstufen ein.
Zurück in Bastia wartet auch schon unsere Fähre, die uns nach Genua zurück bringt. Wir werden sicherlich wiederkommen!