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Portugal im Herbst

Unsere Herbstreise 1999 führt uns nach Portugal. Wir bekommen einen Last-Minute Flug nach Lissabon. So stehen wir am Samstag Nachmittag am Airport von Lissabon und nehmen den Airport Bus, der uns in die City bringt. Als erstes machen wir uns auf die Suche nach einem Zimmer, was sich als recht einfach erweist. 5 Fußminuten vom Zentrum entfernt liegt unsere einfache Pension. Das Zimmer ist kaum größer als das Bett, aber was soll’s. Nun ist ein Rundgang durch Portugals Hauptstadt angesagt.

Lissabon

Unsere Pension liegt im höher gelegenen Carmo-Viertel. Dieses Viertel ist von der Baixa aus mit einem originellen Fahrstuhl zu erreichen, der beim Anblick an den Eiffelturm in Paris erinnert.

Die Stadt liegt an der Tejomündung, die hier so breit ist wie ein Binnensee. Lissabon ist auf sieben Hügeln erbaut, sodaß man bei der Besichtigung der Stadt ständig bergauf und –ab muß. Das Zentrum der Stadt bildet der „Rossio", ein zentraler Platz, an dem die schachbrettartige „Baixa" (Unterstadt) beginnt. Der Marques de Pombal, der berühmte Baumeister Lissabons, ließ dieses Viertel neu erbauen, nachdem ein furchtbares Erdbeben und eine anschließende Springflut die Baixa im Jahr 1755 dem Erdboden gleichmachte.

Die Fußgängerzone mit Strassencafés und vornehmen Läden mündet auf der „Praca de Comercio". Dieser große Platz liegt am Tejo-Ufer und ist gesäumt von Arkaden und einem Triumphbogen. Hier befindet sich auch der „Wasserbahnhof", d.h. von hier fahren die Boote ab, die die Reisenden zum auf der anderen Seite des Tejo gelegenen Bahnhof bringen.

Das älteste Viertel Lissabons ist die „Alfama", ein unüberschaubares Gewirr von verwinkelten Gässchen, Treppen, Innenhöfen und ineinander verschachtelten Häusern. Dieses Viertel hat seinen ursprünglichen Charakter behalten, die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein.

Von hier aus gelangt man auch zum alles dominierenden „Castelo Sao Jorge", von wo aus man eine tolle Aussicht über die ganze Stadt, den Fluss bis hinüber zum Atlantik hat. Im Inneren der Festungsmauern sind schöne Gärten mit mehreren Brunnen angelegt, die zum Verweilen einladen.

Zunächst wollen wir die nähere Umgebung Lissabons erkunden, uns dann Richtung Norden orientieren und anschließend 10 Tage an der Algarve verbringen.

Sintra

Wir verlassen Lissabon Richtung Westen zum Cabo da Roca. Hier befinden wir uns am westlichsten Zipfel Europas. Die Steilküste fällt an diesem Ort 145 m senkrecht in’s Meer. Anschließend geht’s nach Sintra. Wir übernachten in der Jugendherberge, die in einem ehemaligen Gesindehaus des „Palacio da Pena" untergebracht ist. Durch dessen riesigen urwaldartigen Park marschieren wir am nächsten Morgen hinüber zum Schloss. Wir befinden uns hier in einem wahren Märchenschloss, mit unzähligen Türmchen, Erkern und Zugbrücken.

Das Schloss wirkt völlig überladen, gefällt uns aber sehr gut. Außerdem haben wir von hier oben eine wunderbare Aussicht bis zum Meer.

Von Lissabon bis Porto

Algarve