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Rucksacktourdurch den Süden Thailandsim April/Mai 1998 |
Am Sonntag, 19.04.98 steigen wir in Zürich in unseren Flieger, der uns in 12 Stunden nach Bangkok bringen wird. Durch die Zeitverschiebung wird uns im Flugzeug das Frühstück, nach unserer Zeitrechnung, um 4.00 Uhr morgens serviert. Auch mal interessant. Als wir zur Landung ansetzen, sehen wir unter uns Bangkok, ein unüberschaubares Labyrinth aus Straßen und Häusern, die Stadtgrenzen sind nicht auszumachen. Was wird uns hier erwarten, wo wir noch keine Unterkunft haben, kein Wort thailändisch sprechen und noch nicht mal die Hinweisschilder lesen können?
Als wir das Flughafengebäude verlassen, erschlägt uns erst einmal die heiße stickige Luft und der Eindruck der vielen fremden Menschen. Es war klar, daß es heiß sein würde, aber soooo heiß...?
Mit dem Taxi lassen wir uns durchs Verkehrsgewühl zur Khao San Road fahren, wo wir uns eine Unterkunft in einem der vielen dort befindlichen Guest-Houses nehmen. Es ist wirklich überhaupt kein Problem, dort eine preiswerte, wenn auch winzige Unterkunft zu finden. Es gibt Herbergen en Masse. Am Besten man sucht sich eine, ohne Fenster oder aber mit Fenster nach hinten heraus. Es ist für europäische Verhältnisse dort wahnsinnig laut, auch in der Nacht.
Unglaubliches Verkehrsgewühl in Bangkok
In Bangkok hüte man sich vor Schleppern aller Art. Jeder, der einen anspricht, wird versuchen, den unkundigen Tourist irgendwo hinzuführen, wo etwas verkauft wird, und der "Vermittler" eine Provision kassiert. Vorsicht auch bei Tuk Tuk Fahrern. Diese werden Euch erst an das gewünschte Ziel bringen, nachdem sie Euch zu mindestens einem Schneider und einem Juwelier gebracht haben. Dort wird eine Provision kassiert, auch wenn das "Opfer" nichts einkauft. Dafür wird dann der Fahrpreis sicherlich sehr niedrig oder sogar gratis sein, aber es kann enorm nerven. Auf jeden Fall muß man viel Zeit einplanen. Sicherer, angenehmer und gesünder (wegen den Abgasen) ist es, mit einem klimatisierten Taxi mit Taxameter zu fahren. Die Taxis sind billig und die angenehmste Art, sich in Bangkok durch´s Verkehrsgewühl chauffieren zu lassen.
eines der beliebtesten Verkehrsmittel in Thailand
Wir besuchen den What Poh, einen der größten buddhistischen Tempel Bangkoks. Ein Mönch lädt uns zu einer Privatlektion "Meditieren" bei einer Tasse Tee ein. Ein schönes Erlebnis, diese Ruhe, während draußen vor den Klostertüren der Verkehr tobt.
What-Poh Tempel in Bangkok
So wie in ganz Thailand kann man sich auch in der Hauptstadt leicht an den allgegenwärtigen Garküchen an der Straße ernähren. Hier werden äußerst schmackhafte Speisen zu Spottpreisen feilgeboten. Man weiß zwar nicht immer, was man ißt, aber es schmeckt, wie alles in Thailand, vorzüglich. Da alles in einem "Mini-Wok" über einer Gasflamme sehr heiß gegart wird, besteht keine Gefahr, daß einen "Montezumas Rache" ereilt. Alles wird vor den Augen des Gastes zubereitet, das Mahl kann man an auf der Straße an einem wackeligen Tisch, auf einem Hocker sitzend, genießen.
Ein weiteres Erlebnis in Bangkok ist eine Flußfahrt auf den Klongs, ein weitverzweigtes Kanalnetz, das weite Teile der Stadt erreicht. Für Touristen gibt es die sogenannten "Long-Tail"-Boote, lange hölzerne Motorboote, die ca. 50 Personen Platz bieten. Wenn man wieder mal einem der vielen Schleppern auf den Leim geht, findet man sich flugs alleine in einem dieser Riesen-Boote wieder, und hat quasi die Miete für alle anderen 48 nicht vorhandenen Passagiere mit bezahlt. Empfehlenswerter ist da wirklich eine Fahrt mit der Schnellfähre, die auf dem Chao Praya alle Stadtteile miteinander verbindet, und wirklich eindrückliche Ansichten Bangkoks vom Wasser aus bietet.
Die Thais leben mit, am und im Wasser
Auch in der Umgebung Bangkoks gibt es einiges zu sehen. Z.B. die Crocodile Farm, ca. 40 km vor den Toren der Stadt. Hier sind Tausende von Krokodilen untergebracht, die hauptsächlich zur Ledergewinnung gezüchtet werden. So gibt es im dortigen Souvenirladen Krokodilsuppe in Dosen und Kroko-Handtäschchen zu kaufen. Interessant ist es aber schon, diese Riesen-Echsen in Natura zu sehen.
Wir haben nun genug vom hektischen Bangkok und werden die Stadt mit einem Linienbus in Richtung Süden verlassen.
Die schwimmenden Märkte von Damnoen Saduak
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